in der Christophkirche der Brenzgemeinde Stuttgart-Nord
Fleckenweinberg 31, 70192 Stuttgart
am Samstag, 29.03.2003, Einlass 18:00, Beginn 19:00
Eintritt: Vorverkauf 8 €, Abendkasse 9 €, Jugendliche bis 12 J. 6 €
1. Orchester der Stuttgarter Hohnerfreunde Prag e.V.
Akkordeonensemble der SKG Hedelfingen
Akkordeonvirtuose Lutz Messerschmid
1. Orchester der Stuttgarter Hohnerfreunde Prag
Leitung: Alexander Kammerlocher
Ouvertüre zu “Peter Schmoll”
Carl Maria von Weber, arr.: Curt Herold
Melodia en La menor
Astor Piazzolla - Hans Günther Kölz
Sinfonia in B-Dur
allegro assai - andante - presto
Johann Christian Bach (1735 - 1782), arr.: Rudolf Würthner
Akkordeonsolist Lutz Messerschmid
Caprice Mazurka
Astier/Larcange
L’Aquilon
Charakterstück über eine “schnelle Zugfahrt”
Akkordeonensemble der SKG Hedelfingen
La Storia
Jacob de Haan, arr.: Foppe Jacobi
Variazioni in Blue
Jacob de Haan, arr. Helmut Quakernack
Skataco
Tony Jabovski, arr.: Hotze Jelsma
Die Kirche im Fleckenweinberg, die zweite Predigtstelle neben der Brenzkirche in der Brenzgemeinde, heißt Christophkirche. Sie wurde 1968-1970 im Wohngebiet Fleckenweinberg nach Entwürfen der Architekten Fiedler und Aichele erbaut. Der Komplex schließt Gemeinderäume, Kindergarten und ein Mitarbeiterwohnhaus mit ein. Benannt ist die Kirche nach Herzog Christoph, der zusammen mit dem württembergischen Reformator Brenz die Große Kirchenordnung in Württemberg einführte. Künstlerisch wurde der Kirchenraum von W.D.Kohler ausgestattet.
Komische Oper in zwei Akten
Libretto: Original: Joseph Türk
Neudichtung 1943: Hans Hasse
Neubearbeitung 1963: Willy Werner Göttig
Uraufführung: 1803 in Augsburg
Handlung: um 1800, irgendwo in Deutschland
Kurzdarstellung der Handlung:
Ein sechzigjähriger reicher Bankier namens Peter Schmoll lebt mit seiner neunzehnjährigen Nichte Minette und seinem alten Diener Hans Bast in einem Schlösschen, das in der Nähe eines Dorfes gelegen ist. Peter Schmoll hat sich in Minette verliebt und macht ihr schließliche einen Heiratsantrag. Minette liebt jedoch den jungen Karl Pirkner. Französische Revolution und Kriegswirren hatten die Familie auseinander gerissen. Eines Tages erscheint beim Bauern Niklas, dem Gemüselieferanten der Schlossbewohner, zwei Männer: ein junger und ein alter, die sich als Vater und Sohn ausgeben. In Wirklichkeit sind sie Martin Schmoll und Karl Pirkner, die nach jahrelangem Suchen den Aufenthaltsort von Minette und Peter gefunden haben. Hieraus entwickeln sich verschiedene Verkleidungs- und Verwechslungsszenen, bis der allgemeinen Versöhnung und der Heirat zwischen Karl und Minette nichts mehr im Wege steht.
Astor Piazzolla (1921-1992) war ein Komponist und Bandoneón-Spieler, der den Tango revolutionierte. Als er drei Jahre alt war, ging seine Familie von Buenos Aires nach New York City. Dort blieben sie, mit einem kurzen Unterbruch, bis 1936. Der junge Astor hörte in Harlem Jazz-Musiker wie Cab Calloway. Zurück in Buenos Aires, begann er mit dem traditionellen Bandoneón-Spiel im Orchester von Aníbal Troilo. 1940 komponierte Piazzolla ein Stück für Arthur Rubinstein, der auf einer Konzerttournee in Buenos Aires halt machte. Rubinstein erkannte das Talent von Piazzolla und riet ihm, bei Alberto Ginastera Kompositionsstunden zu nehmen, was er denn auch tat. Dort hörte er viel Bartók und Stravinsky, die ihn stark beeinflussten. 1944 verliess er das Trio von Aníbal Troilo, was ihm in der Tango-Szene als Undankbarkeit und Verrat angekreidet wurde. Der 25jährige Piazzolla ging von nun an seinen eigenen Weg und gründete seine eigene Tango-Gruppe. In seine Kompositionen fügte er den Kontrapunkt, die Fuge und neue Harmonien ein. Es brauchte über dreissig Jahre bis Piazzolla in den 80er Jahren schliesslich mit seinem revolutionierten Tango in Buenos Aires anerkannt wurde. In einem erinnerungswürdigen Konzert in der Genfer Victoria Hall konnte ich ihn gegen Ende seines Lebens erleben. Piazzolla war noch voll auf der Höhe seines Könnens. Später erlitt er einen Hirnschlag in Paris, von dem er sich nicht mehr erholte. Er verstarb 1992 in Buenos Aires.
Jan de Haan wurde 1951 im niederländischen Warns geboren. Seine Liebe zur Musik entdeckte er durch seinen Vater, der selbst ein großer Musikliebhaber war und Posaune spielte. Schon in jungen Jahren war Jan de Haan vom Beruf des Dirigenten
fasziniert. Mit siebzehn Jahren tauschte er sein Musikinstrument gegen den Taktstock, und bereits ein Jahr später konnte er mit seinem Verein bei einem Wettbewerb den ersten großen Erfolg feiern. In den Jahren 1969 bis 1973 studierte Jan de Haan Musikpädagogik und Posaune an der Musikpädagogischen Akademie in Leeuwarden. Am Utrechter Konservatorium unterwies ihn Henk van Lijnschooten in der Kunst des Dirigierens. 1976 schloss er sein Studium mit dem Direktions-Diplom in Utrecht ab. Von 1974 bis 1994 war Jan de Haan ständiger Dirigent der Brass Band Soli Deo Gloria, und unter seiner Leitung errang dieses Orchester viele Erfolge bei nationalen und internationalen Festivals und Wettbewerben. Darüber hinaus arbeitete Jan de Haan als Gastdirigent auch mit zahlreichen anderen professionellen Sinfonieorchestern und mit vielen Amateur- und Berufsblasorchestern. Neben dem weltberühmten Tokyo Kosei Wind Orchestra dirigierte er u.a. das Niederländische Radio-Bläserensemble, die englische Spitzen Brass Band Brighouse & Rastrick und die Desford Colliery Caterpillar Band, sowie die vier bekanntesten niederländischen Berufsblasorchester (das Marine-Orchester, das königliche Militärorchester, das Orchester der königlichen Luftwaffe und das Johan Willem Friso Militärorchester).
Seine Tätigkeit als (Gast-)Dirigent führte Jan de Haan bisher in fast alle europäischen Länder, in die USA, in den Iran und nach Japan. Von 1978 bis 1989 war Jan de Haan als Komponist, Arrangeur, Produzent und Programmverantwortlicher beim holländischen Rundfunk und Fernsehen tätig. In dieser Zeit gestaltete er über 140 Fernsehprogramme. Gegenwärtig ist Jan de Haan neben seinen Aktivitäten als Gastdirigent Direktor des von ihm im Jahr 1983 gegründeten Musikverlags De Haske. Unter diesem Namen hat er eine neue Generation von Blasmusik-Komponisten zusammengeführt, die das traditionelle Blasorchester-Repertoire unterdessen mit vielen interessanten Neuheiten bereichert hat.
Lutz Messerschmid - wer kennt ihn nicht? Sein Bekanntheitsgrad erstreckt sich auf Grund seiner exzellenten musikalischen Aktivitäten auf dem Akkordeon, dem Klavier oder der Kirchenorgel inzwischen über die gesamte Region, weit über den Großraum Stuttgart hinaus. Lutz Messerschmid war über Jahre hinweg Orchesterspieler bei den Stuttgarter Hohnerfreunden. Noch heute ist er in parallel in mehreren namhaften Akkordeonorchestern aktiv. Konsequent gibt er sich darüberhinaus seiner solistisch-virtuosen exhibitionistischen Neigung hin. Zu seinem Repertoire gehört die Klassik, Jazz, Varieté-Musik und französische Mussette.
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